2026

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16.02.2026

Einst in Kernei: Die Faschingszeit /H. Schmidt

In der Gemeinde Kernei wurde der Brauch des Faschings mit großer Freude und Hingabe gepflegt. Vom Sonntag nach dem Fest der Heiligen Drei Könige bis zum Faschingsdienstag durften die Menschen abends tanzen, und das Tanzvergnügen hielt zahlreiche Familien zusammen. Die Faschingszeit war nicht nur eine Zeit des Feierns, sondern auch der Verbindungen, denn viele Hochzeiten fanden in dieser festlichen Periode statt, wobei der Dienstag der beliebteste Hochzeitstag war, gefolgt vom Donnerstag.Das ganze Jahr über wurde in den einladenden Gasthäusern der Ort getanzt, es gab jedoch Zeiten, in denen die örtlichen Musik-kapellen nicht ausreichten, um den Ansturm der tanzfreudigen Menschen zu bewältigen. In solchen Momenten mussten zusätzliche Kapellen aus anderen Orten gebeten werden, um die fröhliche Stimmung aufrecht-zuerhalten. In früheren Tagen war es traditionell üblich, sich zu maskieren und zu verkleiden, doch in den letzten Jahren geschah dies nur noch vereinzelt.Fasching hatte für Groß und Klein einen besonderen Stellen-wert. Es waren drei Tage voller Tanz, an denen sogar die Kinder in einem ausgeräumten Zimmer zur Harmonika-Musik tanzen durften. Hier hatten die zukünftigen Harmonikaspieler die Möglichkeit, die Lieder der Erwachsenen nachzu-spielen und gleichzeitig für ihre Zukunft zu üben. Mit strahlenden Augen und voller Enthusiasmus tanzten die Kinder im Kreis oder zu zweit, fröhlich und unbeschwert. Dieser Tanz trug den passenden Namen "Dudasch", dessen Ursprung in der ungarisch-slawischen Sprache lag. Der Name, oft verwendet von den Donauschwaben, bedeutete so viel wie "Dudelsackspieler" oder "Pfeifer".Der bunt geschmückte Raum verwandelte sich in einen Schauplatz von Freude und Zusammenhalt. In der Mitte bildeten die Kinder Hand in Hand einen großen Kreis, während ihre Faschingskostüme hervor stachen. Sobald die Musik begann, bewegten sie sich gemeinsam - erst langsam, dann immer schwungvoller. Ihre Hüte wippten, Tierohren wackelten und Umhänge flatterten hinter ihnen her. Immer wieder lösten sich einige aus dem Kreis, drehten sich lachend um die eigene Achse und hüpften dann schnell wieder zurück. Das Lachen und die fröhlichen Rufe hallten durch den Raum, untermalt vom rhythmischen Stampfen kleiner Füße auf dem Boden. Papier-schnipsel schwebten durch die Luft, und die Harmonika-Spieler heizten die Stimmung mit ihrer Musik weiter an.Während des geselligen Treibens wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. In der Faschingszeit gab es oft herzhafte Paprika-Kartoffelsuppe, Schmalzküchle und Spritzgrapfen mit Sahne als Leckereien. Als es schließlich Zeit war, nach Hause zu gehen, war der Abend noch lange nicht zu Ende. Fröhlich zogen die Kinder, begleitet von ihren älteren Geschwistern oder Nachbarkindern, durch die Gassen von Kernei, um ihre Erlebnisse zu Hause zu erzählen. So lebte der Faschingsbrauch bei den Kernei Einwohner in Ihren Familien zum Teil bis heute weiter, ein Zeichen des Miteinanders, der Freude und des freiheitlichen Geistes, der die Gemeinde über Generationen hinweg verband.
2.1.2026 Elisabeth Zweifel
Es war Neujahr, ein Tag voller Freude und Neuanfang. Die Kinder hatten sich festlich gekleidet, mit funkelnden Augen und einem Lächeln auf den Lippen. Sie waren aufgeregt, die Verwandten zu besuchen und ihnen alles Gute für das neue Jahr zu wünschen. Bei jedem Haus, das sie besuchten, hörte man bei Öl oder Kerzenlicht, die fröhlichen Stimmen der Kinder, die voller Enthusiasmus ihre Neujahrswünsche vortrugen. "Ich winsch Eich a glickliches Neues Jahr, langes Lewe, Fried- un Ohnlich keit un die ewich Glickseelichkeit. Was winscht mr am Herr? Zwa schwarzi Rappe, daß 'r fahre kann iwrs ganzi Land. Was winscht mr dr Frau? A schneeweißi Haub, daß sie steht wie a Turtlstaub. Was winscht mr am Knecht? A Plug in die Hand, daß r ackrt iwrs ganzi Land. Was winscht mr am Mensch? A Bese in die Hand, daß Sie kehrt iwrs ganzi Land. Un jetz winsch ich Eich noch a viereckichr Tisch, an jedem Eck a gebackener Fisch, in dr iMitte a Flasch Wei', do kennt'r alli dabei luschtich sei. Alles in allem winscha mir Eich der Bode voll Korn, a Stall voll Viecher und a Keller voll Wei und damit könnt ihr lustig sein. " Als Dank für die herzlichen Wünsche erhielten die Kinder das Wünschgeld - kleine Geldbeträge, die sie stolz in ihren Händen hielten.
1.1.2026

Helmut Schmidt

Liebe Kerneierinnen und Kerneier auf der ganzen Welt, mit dem Symbol unserer traditionellen Neujahrsbrezel möchte ich Euch allen ein glückliches, gesundes und frohes Jahr 2026 wünschen! Die Neujahrsbrezel steht nicht nur für Genuss und Tradition, sondern auch für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Möge das neue Jahr Euch Freude bringen, voller schöner Momente und glücklicher Begegnungen. Lassen wir die Herausforderungen des vergangenen Jahres hinter uns und blicken optimistisch in die Zukunft.In diesem Sinne: Lasst uns gemeinsam feiern, lachen und die guten Dinge im Leben schätzen. Auf ein fantastisches Jahr 2026!
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