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Name:
Helmut Schmidt (h.schmidt@figurama.de)
Datum:Di 15 Jun 2010 19:46:43 CEST
Betreff:Erfahrungsbericht Kerneifahrt 2010
 

48 Kerneier Landsleute waren von der Reise
in ihre Heimat restlos begeistert!

Die HOG unter der Leitung von Johann Schmidt bot für das Jahr 2010 vom Mittwoch, den 26. Mai bis Freitag 4. Juni wieder eine Reise in die Heimat Kernei an. Ziel war es, die Heimatgemeinde Kernei und Stätten des Gedenkens (Kirchen, Friedhöfe und schließlich Denkmäler unserer Opfer im Kruschiwl und Gakowa) zu besuchen.
Wir fuhren am 26.5. von Stuttgart los, über Ulm, Augsburg, München, Salzburg, Linz, an Wien vorbei zur ungarischen Grenze, dann nach Györ, wo wir übernachteten und am 27.5. fuhren wir schließlich nach Sombor weiter.
Der Reiseplan sah Sombor als unsere erste Station in Serbien vor. Dort waren unsere 2 Hotels, in denen wir 4mal übernachteten. Von dort aus unternahmen wir unsere Besichtigungsfahrten. Am 28.5. besuchten wir zunächst in Sombor das „Haus der Versöhnung“. Dort stellte uns der Leiter, Herr Beck, seine Mitarbeiterinnen vor. Diese zeigten uns bei einem sehr freundlichen Empfang das Haus, berichteten über ihre Aufgaben und die Bedeutung dieser Einrichtung für die deutschstämmigen Mitbürger von Sombor und Umgebung.
Anschließend fuhren wir nach Kruschiwl und nach Gakowa. In Gakowa, wo unsere Lageropfer in den Massengräbern ruhen, wurde 2005 auf dem Friedhof ein Denkmal errichtet. Hier ist auf dem Gedenkstein zu lesen:
„Hier ruhen unsere donauschwäbischen Mitbürger. Sie werden für immer in unseren Herzen sein. Mit der Errichtung des Kreuzes ge-denken wir Ihrer in Würde und Ehrfurcht Die Donauschwaben stammten von den Kolonisten ab, die im 18. Jahrhundert von den Habsburgern in der panonischen Ebene angesiedelt wurden.“
Nach der Kranzniederlegung hielten wir unter Leitung von Johann Schmidt zu Ehren der verstorbenen Landsleute einen Wort-Gedenkgottesdienst ab. Anschließend fuhren wir nach Kernei zur Kirche. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es weiter zum Mittagessen in einem Restaurant am Rande von Kernei. Für die Mitreisenden bot sich anschließend die Möglichkeit, ihre Freunde und Bekannte/Verwandte zu besuchen, Orte aufzusuchen, wo sie geboren wurden, hart arbeiteten oder sich als Kinder oder Jugendliche aufhielten und ihre Freizeit verbrachten, aber auch die Lagerzeit oder die Vertreibung erleben mussten. Überall, wo man an die Tür klopfte - so die übereinstimmenden Aussagen der Mitreisenden - begegnete man freundlichen Menschen, die einen mit den besten Köstlichkeiten des Hauses bewirteten. Wenn man alte Häuser der früheren Ansiedlung suchte, war es durch die baulichen Veränderungen schwieriger geworden, die ehemalige Bebauung zu rekonstruieren. Abends trafen wir uns wieder an der Kirche und fuhren nach Apatin am Donauufer zum Abendessen mit Fischpaprikasch.
Am Samstag, den 28.5. fuhren wir zur heiligen Messe in der Kerneier Kirche. Der schlechte Zustand der Kirche wurde für alle offensichtlich. Der Zahn der Zeit hat sehr am Außenputz, dem Mauerwerk, der Regenwasserentsorgung, dem Dach, den Fenstern und Türen von außen genagt. Betritt man die Kirche, so erstrahlen die Wände und Decken sowie Gemälde noch in einem guten Zustand. Man kann nur erahnen, mit welchem Stolz die Kerneier in früherer Zeit den Aufenthalt in ihrer Kirche mit ihren Statuen und Gemälden erlebt haben müssen, in der sie sich Zeit zum Nachdenkens nahmen, gemeinsam die Eucharistie feierten, auch in der Zeit vor der Entscheidung auszuwandern oder zu bleiben.
Durch die Eigentumsfrage gelingt es der jetzigen Nutzerin, der serbisch-orthodoxen Kir-che, nach Aussagen des Popen nicht, Mittel der Gemeinde oder/und des Vertreters der der katholischen Kirche, des Bischofs von Subotica, zu erhalten, um die nötigen Reparaturen durchführen zu können. Man kann sich vorstellen, dass das Gebäude bei weiterem Verfall bald als nicht mehr verkehrssicher bezeichnet werden kann.
Die Mitreisenden und die eingeladenen ortsansässigen Kerneier feierten die heilige Messe in der Kirche. Die Messe leitete der Pfarrer von Conoplja
„Herr, wir wollen nicht jammern, aber wehklagen dürfen wir: Es gab Jahre, da hatten wir nichts mehr: Kein Haus, kein Brot, kein Recht und keine Heimat. Du warst so schweigsam und fern. Heute wissen wir, dass du uns in dieser schweren Zeit getragen und danach und bis heute durch gütige Menschen getragen und geleitet hast.“
Zum Mittagessen hatte Johann Schmidt auch den Popen der serbisch-orthodoxen Kirche und den Bürgermeister und ortsansässige Kerneier eingeladen.
Wir alle bedauerten es sehr, dass im Gegensatz zum Besuch von 2008 der Bürgermeister und die Gemeindevertreter nicht am Mittagessen teilnehmen konnten. Johann Schmidt sollte dem Bürgermeister im Auftrag der HOG Kernei ein Geldgeschenk für den Kindergarten überreichen. Da er nicht kam, wurden Frau Beditsch und der Pope beauftragt, dieses Geldgeschenk den Mitarbeiterinnen des Kindergartens zu übergeben.
Anschließend besuchten wir auf dem serbisch-orthodoxen Friedhof in Kernei das Grab des kürzlich verstorbenen Franz Jauch. Franz Jauch war in den letzten Jahren in Kernei die Kontaktperson zur Gemeindeverwaltung. Im stillen Gebet dankten wir ihm für sein Engagement und seine Menschlichkeit, die von Vielen hervorgehoben wurde.
Anschließend lud uns Johann Schmidt zu einer geschichtlichen Begehung ein. Dabei zeigte und beschrieb er uns sehr anschaulich und lebendig Orte und Begebenheiten. Durch die von Johann Schmidt eingestreuten sich hier und da zugetragenen Geschichten konnte sich jeder sein Bild vom kulturellen Leben machen. Der Weg ging vom Kalvarienberg über den jüdischen Friedhof zur Stöckelkappelle. Dort mussten wir mit Entsetzen feststellen, dass der Turm der Stöckel-Kapelle eingestürzt war und jetzt nur noch die Außenmauern der Kapelle silhouettenhaft stehen. Weiter führte uns der Weg auf dem Höhenrücken zum ehemaligen Kerneier Friedhof mit der Rochus-Kapelle, die sich noch in dem bekannten ebenfalls ruinenhaften Zustand befindet. Über die Kerneier Grabanlage hinweg konnte man rechts und links eines schmalen Pfades aus dem Gestrüpp auftauchend vereinzelt zerstörte Sockel und Grabsteine erkennen.
In der restlichen Zeit konnten sich die Mitreisenden nochmals in Kernei umsehen, durch die Straßen gehen und den Erinnerungen aus ihrer Kindheit und Jugendzeit nachsinnen. Am Nachmittag fuhren wir dann nach Sombor zurück und trafen dort mit Herrn Beck zu einem abschließenden Abendessen zusammen.
Am Montag, den 31. Mai 2010 fuhren wir über die Stadt Subotica, in der wir den prächti-gen Dom und das Rathaus besichtigten. Mittags nahmen wir im Restaurant und Vereins-heim der ungarischen Minderheit das Mittagessen ein. Im Anschluss daran steuerten wir unser Hotel in Budapest an, in dem wir 3mal übernachteten. In den nächsten Tagen durften wir die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten besuchen, einen Einkaufsbummel in der schön restaurierten Fußgängerzone machen und am Abend vom Burgberg aus die beleuchtete Stadt Budapest betrachten. Von Budapest aus besuchten wir den nächsten Tagen Esztergom. Im 10. Jh. war der Ort Sitz der ungarischen Könige. Heute residiert hier der Primas der kath. Kirche. Wir besuchten den gewaltigen Dom und am Nachmittag die Künstlerstadt Szentendre. Dann ging es am Donnerstag wieder Richtung österreichische Grenze. Wir machten Halt in der Wachau zum Stift Göttweig. Hier trafen wir Pater Jakobus Schröder bei einer ausgiebigen Kaffeepause. Er zeigte uns die Stiftskirche und spendete uns den Reisessegen für den Weg zu unserem letzten Hotel in St. Florian, wo wir das letzte Mal übernachteten.
Wir danken Johann Schmidt, dass er diese Reise wieder sehr differenziert und ausgewo-gen geplant und durchgeführt hat, so dass alle ihre Wünsche realisieren konnten. Ebenso danken wir ihm für die vielen Erklärungen, Hinweise und Geschichten, wohl wissend, dass sein unermüdliches Engagement Kraft kostet und den Menschen gilt, die ein Interesse an ihrer Heimat bewahren wollen. Wir danken dem Busfahrer, Herr Rakowski, der uns während der Fahrt ein sicheres Gefühl verlieh und allen Mitreisenden für ihre gute Stimmung. Ich für mich möchte mit der Feststellung schließen: Obwohl schon viele Jahre seit der Vertreibung vergangen sind, ist es immer wieder lohnend, in Kernei Altes neben Neuem zu entdecken.
Helmut Schmidt

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Name:
Anikó Minkóné Knőbl (minkone.aniko@gmail.com)
Datum:Di 15 Jun 2010 19:29:54 CEST
Betreff:Valentin Pintz
 

Hallo!

Valentin Pintz (der Onkel meines Großvaters) stammte aus Kernei und war Pfarrer in Somberek (Schomberg) in Ungarn. Ich habe eine TV-Sendung über ihn gefunden. Er war sehr beliebt und ziemlich berühmt in der Umgebung. Die Sendung ist hier zu finden (zum Teil deutschsprachig zum Teil mit deutschem Übrschrift):
http://videotar.mtv.hu/Videok/2010/06/10/15/Egyutt_2010_junius_10.aspx

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Name:
Helmut Schmidt (h.schmidt@figurama.de)
Datum:So 25 Apr 2010 11:19:17 CEST
Betreff:Einladung zum 58. Kerneier Pfingsttreffen 2010
 

Einladung zum 58. Kerneier Pfingsttreffen 2010


Die Mitglieder des Kerneier Heimatausschusses laden die Kerneier Landsleute und Freunde zum 58. Kerneier Pfingsttreffen in Bruchhausen am Pfingstsonntag, dem 23. Mai 2010 herzlich ein.

Der Änderungsablauf unseres Pfingsttreffens hat sich 2009 bewährt und so soll das Programm für 2010 ähnlich wiederholt werden.

Programm:

9,30 Uhr Hl. in Pfarrkirche Bruchhausen
11,00 Uhr Kranzniederlegung am Denkmal auf dem Friedhof
12,00 Uhr Gemeinsames Mittagessen in der Halle
15,00 Uhr Begrüßung der Gäste und Ansprache
17,00 Uhr Einladung zum Tanz mit dem
Musiker-Trio „ Los Esalios”

Besucher, die am Vortag anreisen, treffen sich am späten Nachmittag in der Waldklause, wo sie sich mit den am Ort wohnenden Kerneiern begegnen.

Liebe Landsleute kommen Sie zum Treffen, denn es kann bald das letzte sein.

Auskunft unter der Rufnummer: 02952-431

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Name:
Kathrin Rosi Würtz (krwuertz@gmail.com)
Datum:Sa 03 Jan 2009 09:22:02 CET
Betreff:Diplomarbeit über Kernei
 

Liebe Forumsleser!

Vielleicht können Sie mir weiterhelfen: Ich habe in den Kerneier Heimatblättern (Ostern 2001) einen Bericht über eine Diplomarbeit (Autorin: Agnes Tóth) über Kernei gefunden.
Auf welchem Weg könnte ich diese Diplomarbeit erhalten. Wie könnte ich Kontakt mit der Autorin aufnehmen? Mich interessiert diese Diplomarbeit sehr! Wurden bis dato noch weitere Diplomarbeiten in diesem Themenbereich verfasst?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen!

Viele Grüße sendet Ihnen aus Bonn
Kathrin Rosi Würtz

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Name:
Rosemarie (rotei49@web.de)
Datum:So 02 Nov 2008 13:22:05 CET
Betreff:Spurensuche Familie Imhof und Harjung in Kernei
 

Meine Vorfahren stammen aus Kernei meine Großmutter
war Marianne Harjung geb. Imhof
meine Urgroßmutter Mütterlicher seitz war Annemarie Imhof geb.Bauer
Vielleicht weis noch jemand etwas über diese Zeit

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